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EKG - Elektrokardiogramm

Mit dem Elektrokardiogramm lassen sich akute Herzinfarkte und schwerer Durchblutungsstörungen des Herzmuskels erkennen. Auch alte Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen lassen sich genau darstellen. Wird ein EKG über einen längeren Zeitraum geschrieben, lassen sich Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder Veränderungen des Herzmuskels erkennen.

Ruhe-EKG

Im Herzen entsteht bei jedem Schlag ein schwacher Strom mit einer Spannung von ca. 1/1000 Volt. Man kann dies über sehr empfindliche Elektroden, die an verschiedenen Stellen des Brustkorbs, den Armen und den Beinen angelegt werden, ableiten und so verstärken, dass der Strom gemessen und aufgezeichnet werden kann.

Diese Signale können direkt auf Papier, aber auch auf tragbaren Kassettenrekordern oder Festplattenspeichern und heute sogar schon drahtlos, z. B. während Sie Sport treiben, aufgezeichnet werden. Was sagt das Ruhe-EKG dem Arzt? Wenn das EKG vom normalen Kurvenverlauf abweicht gibt das dem Arzt einen Hinweis auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels wie akute oder vorausgegangene größere Infarkte oder Rhythmusstörungen. Was kann der Arzt nicht immer sicher am Ruhe-EKG erkennen?

Durchgemachte kleinere Infarkte, Hinterwandinfarkte, gerade beginnende Infarkte, ganz frische Infarkte. Zur genaueren Diagnostik benötigt der Arzt deshalb weitere Untersuchungsmethoden: das Belastungs-EKG, das Langzeit-EKG und das Herzecho.


Belastungs-EKG

Um einen genaueren Eindruck von der Belastbarkeit Ihres Herzens zu bekommen oder wenn der Arzt eine Koronare Herzkrankheit oder einen Herzinfarkt vermutet, wird nach dem Ruhe-EKG ein Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, durchgeführt. Das Belastungs-EKG ist eine der wichtigsten Untersuchungen zur Abklärung von Durchblutungsstörungen des Herzens und der Brustschmerzen (Angina pectoris).

Mit zunehmender Belastung der Muskeln braucht das Herz mehr Sauerstoff, um die notwendige vermehrte Herzarbeit leisten zu können. Der Sauerstoff wird dem Herzen über das Blut zugeführt. Wenn ein Herzkranzgefäß verengt ist, bekommt der Herzmuskel nicht ausreichend Sauerstoff. Gemessen und aufgezeichnet wird auch der Blutdruck unter in Stufen steigender Belastung (Belastungs-Hochdruck) und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Bei Herzgesunden dient die Ergometrie als Leistungstest.

Wie bei einem normalen EKG werden Elektroden an der Brust rund um das Herz angebracht, mit denen die Herzströme aufgezeichnet und auf Papier ausgedruck werden. Sie werden auf einem speziellen Fahrrad-Ergometer auf Ihre Belastbarkeit geprüft. Ihre erbrachte Leistung wird in WATT gemessen (z.B. 25, 50, 75 oder mehr Watt).

Während Sie die Leistung erbringen, wird folgendes kontrolliert bzw. registriert: Herzstromkurve (EKG), Blutdruck , Puls Bevor das Belastungs-EKG beginnt, wird ein Ruhe-EKG aufgezeichnet und der Ruhe-Blutdruck gemessen. Anschließend erhöht der Arzt stufenweise die Belastung (Beginn bei 50 Watt) und zeichnet bei jeder Belastungsstufe etwa einmal in der Minute ein EKG auf. Nach Beendigung der Belastung wird die Messung der EKG-Ströme und des Blutdrucks noch für einige Zeit fortgesetzt, um die Erholungsphase in die Beurteilung einbeziehen zu können.

Dabei werden Sie ständig beobachtet und alle Veränderungen werden dokumentiert. Nach Abbruch der Untersuchung wird Ihre Erholungsfähigkeit in der anschließenden Ruhephase beobachtet und aufgezeichnet.
Zu erkennen sind dann:
• Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, auch kleinere, ältere oder gerade ablaufende Infarkte
• Rhythmusstörungen, die erst unter Belastung auftreten
• fehlender oder zu starker Anstieg des Blutdrucks oder des Pulses
• die Wirkung von Medikamenten während der Belastung



Langzeit-EKG

Durch die kontinuierliche Registrierung über 24 Stunden kann eine umfassende Aussage erreicht werden. Jeder Herzschlag wird in einem Zeitraum von 24 Stunden aufgezeichnet, das sind ca. 100 000 Schläge unter Ihren gewohnten Lebensbedingungen.
Hierzu trägt der Patient ein kleines, digitales Gerät mit sich, welches die Herzfrequenz über den gesamten Zeitraum aufzeichnet.

Dokumentiert wird so: - Dokumentation des Herzrhythmus über viele Stunden - Differenzierung bedeutsamer bradycarder und tachycarder Herzrhythmusstörungen.

Besonders gut lassen sich für den Arzt im Langzeit-EKG erkennen:
• Veränderungen des EKGs unter Belastung
• Extraschläge von Seiten der Herzkammern
• Blockierungen des Herzrhythmus
• Vorhof-Rhythmusstörungen, z. B. Vorhofflimmern
• insgesamt zu schnellen oder zu langsamen Pulsschlag
• Pausen mit Bewusstseinsstörungen

 
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